„Was der Countertenor
  Valer Sabadus
  bis in schwindelnde Höhen
  an Natürlichkeit und
  Koloratur leistet,
  ist einfach überwältigend“

(Johannes Saltzwedel, Der Spiegel)

Vita

Mit seiner glasklaren und androgynen Stimme singt Valer Sabadus bereits in der Riege der weltbesten Countertenöre. Die erste Hälfte der Saison 2016/17 steht für den zweifachen ECHO-Klassik-Preisträger ganz im Zeichen von Francesco Cavalli: In dessen Oper „Eliogabalo“ übernimmt er ab September 2016 an der Opéra National de Paris die Rolle des Giuliano. Die Titelrolle in Cavallis „Il Giasone“ gibt er sodann ab Januar 2017 am Grand Théâtre de Genève. Diese beiden Produktionen setzen die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Leonardo Garcia Alarcon im Rahmen von Cavalli-Opern fort, die 2013 beim Festival d’Aix-en-Provence begann. Die Opernsaison beschließt der Countertenor mit seinem Debüt am Theater Basel als Ruggiero in Georg Friedrich Händels „Alcina“. Neuland betritt er in einer Zusammenarbeit mit dem bekannten Rapper Samy Deluxe im November 2016. Zudem ist eine Tournee mit der Cappella Gabetta und dem französischen Countertenor Christophe Dumaux in Deutschland, Frankreich und Schweiz geplant, bei der Pergolesis „Stabat Mater“ aufgeführt wird (Frühjahr 2017). Als Exklusivkünstler von Sony Classical erscheint voraussichtlich im Herbst seine neue CD „Sacred Duetti“ mit unbekannten Arien und Duetten aus Oratorien von u.a. Antonio Caldara, Nicola Antonio Porpora, Alessandro Scarlatti und Giovanni Battista Bononcini. Kongeniale Partner der Aufnahme sind die junge Sopranistin Nura Rial und das Kammerorchester Basel.

Internationale Bekanntheit erlangte Valer Sabadus 2012 für seine herausragende Interpretation als Semira in Leonardo Vincis Oper „Artaserse“ an den Opernhäusern von Nancy, Lausanne und Köln, dem Theater an der Wien, dem Théâtre des Champs-Elysées, der Opéra Royal de Versailles und dem Concertgebouw Amsterdam. Die Produktion erschien auch als CD und DVD und erhielt zahlreiche Preise. Im gleichen Jahr wurde ihm der Preis der deutschen Schallplattenkritik für seine Solo-CD „Hasse Reloaded“ (OehmsClassics) verliehen. Großen internationalen Erfolg feierte er auch als Menelao in Francesco Cavallis wiederentdeckter Oper „Elena“ beim Festival d’Aix-en-Provence. Die Produktion ist auf DVD erschienen. 2013 gab er sein fulminantes Debüt in der Titelrolle von Händels „Xerxes“ an der Deutschen Oper am Rhein in der Inszenierung von Stefan Herheim. 2015 und 2016 glänzte er bei den Händel-Festspielen Karlsruhe in der Titelrolle „Teseo“, für die er begeisterte Rezensionen erhielt. Ein herausragendes Rollen- und Theaterdebüt feierte er im September 2015 als Kaiser Nerone in Claudio Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“ am Theater an der Wien.

Valer Sabadus begann mit 17 Jahren seine Gesangsausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in München bei Prof. Gabriele Fuchs und schloss seine Ausbildung als Mitglied der Bayerischen Theaterakademie August Everding 2013 in der Meisterklasse Musiktheater mit Auszeichnung ab. Wegweisend war die Produktion von Johann Adolph Hasses „Didone abbandonata“, die er mit der Hofkapelle München und Michael Hofstetter aufnahm. Bereits 2009 debütierte er unter Riccardo Muti bei den Salzburger Pfingstfestspielen in der Produktion „Demofoonte“ (Niccolò Jommelli) und war damit auch beim Ravenna Festival und an der Opéra National de Paris zu erleben. Zudem feierte er große Erfolge als Sesto in Günter Krämers Inszenierung von „La Clemenza di Tito“ beim Mozart-Sommer in Schwetzingen, als Ruggiero in Antonio Vivaldis „Orlando furioso“ und Endimione in „La Calisto“ von Francesco Cavalli an der Oper Frankfurt. Bei den Händel-Festspielen Halle trat er erstmals 2011 in der Titelpartie des „Rinaldo“ mit der Lautten Compagney auf. Weitere Engagements führten ihn an die Oper Köln in der Titelpartie „Leucippo“ (Johann Adolph Hasse), an die Staatsoper Berlin, die Semperoper Dresden sowie die Opéra Royal de Versailles.

 

Neben seiner regen Operntätigkeit liegt dem jungen Countertenor das Konzert- und Oratorienrepertoire am Herzen. Lieder- und Arienabende gab er beispielsweise beim Luzerner Festival, der Schubertiade in Hohenems und dem Festival „Winter in Schwetzingen“. Als Solist trat er bereits in den Philharmonien in Essen und Köln, der Frauenkirche in Dresden, der Chapelle Royale de Versailles, der Laeiszhalle Hamburg, beim Festival Grafenegg und den Festwochen für Alte Musik Innsbruck auf. Fruchtbare Partnerschaften führen Valer Sabadus immer wieder mit führenden Ensembles für Alte Musik zusammen, darunter Concerto Köln, das Kammerorchester Basel, die Hofkapelle München, das Ensemble L’Arpeggiata und Il pomo d’oro.

Die abwechslungsreiche Diskographie von Valer Sabadus reicht von frühbarocken Werken Claudio Monteverdis und Francesco Cavallis über die italienische Sakral- und Opernmusik bis hin zu zeitgenössischen Werken Enjott Schneiders. Dafür wurde er mehrfach mit bedeutenden Schallplattenpreisen ausgezeichnet, u.a. mit dem ECHO Klassik 2012 und 2015 sowie von der ICMA zum Young Artist of the Year – Vocal 2013 gekürt.